DerkleinePunkt
  Kapitel 5 und 6
 
Kap.5                                                         Annäherungen

Feli Pov.

Im Zimmer angekommen setzte sich Herr Volturi auf das Bett.
Unsicher blieb ich in der Zimmermitte stehen.
Wenn Herr Volturi mich nicht heute gekauft hätte, hätte ich heute versucht abzuhauen.
Aber hier?
In einem Schloss voller Vampire?
Unmöglich.
Wenn ich es schaffen würde, wäre ich Freiwild.
Bereit zum Abschuss.
Oder bereit zum Abbiss.
Mit Schrecken merkte ich, dass Alec mich beobachtete.

Vor Schreck verschluckte ich mich an meiner Luft.
Mein Gesicht wurde blau und ich hatte Mühe meine Haltung zubehalten.
Plötzlich stand Herr Volturi vor mir.
Zuallem überfluss rannen mir auch noch Tränen über meine Wangen.
Verzweifelt versuchte ich meinen Körper wieder unter Kontrolle zubekommen.
Auf einmal hielt mein Herr mir ein Glas hin.

,,Hier trink."

Ich nahm Glas Wasser.
Während ich trank, schaute ich mich im Zimmer um, hielt den Blick aber unter der Brusthöhe.
Nachdem ich mich beruhigt hatte, saß Herr Volturi wieder auf dem Bett.
Ich schluckte.

,,Danke sehr."

,,Was war der Grund?"

,,Falsche Gedanken."

Er klang amüsiert.

,,So? Welche?"

,,Ich habe Euch in Gedanken bei Eurem Vornamen genannt."

Alec Pov.
Ich war überrascht.

,,Nun...Das ist doch kein Grund sich zuverschlucken."
Feli wurde blau.

,,Nein Herr."

Sie knetete ihre Finger.
Wenn sie könnte würde sie wahrscheinlich auf und ab laufen.

,,Setz dich hin."

Kaum hatte ich zuende gesprochen, saß sie schon auf dem Sofa vor dem Fenster.
Ihr gegenüber an der Wand, war eine Mahagoni-Kommode.
Rechts neben der Kommode befand sich die Tür, die auf den Flur führte.
Gegenüber von meinem Bett befanden sich zwei Bücherregale.
Dazwischen führte eine Tür, in mein Ankleidezimmer.
Das wie ich fand unnötig war.
Rechts, von Feli ausgesehen, war die Badezimmertür.

,,Herr?"
Ok.

Schön und gut, dass sie so erzogen wurde, aber das ständige ´Herr´nervte selbst mich.

,,Ja?"

,,Ich....wolte fragen obichmichwehrendarf?"

Den Schluss nuschelte sie.
Ich hatte es trotzdem gehört.
Ich zog eine Augenbraue hoch.

,,Warum solltest du das dürfen?"

Sie schluckte.

,,Egal Herr."

,,Ich hatte nicht ausdrücklich Nein gesagt.

Ich wollte lediglich deinen Grund hören, weshalb ich dir erlauben sollte, dich zuwehren.
Was, wie ich annehme, nicht klappen wird."

Ich lehnte mich zurück.

,,Ichwürdesiewahrscheinlicheinfrieren."

Ich fiel fast vom Bett.

Feli Pov.
Ich zuckte zusammen.
Warum mussste er auch so plötzlich vor mir auftauchen?

,,Was hast du gesagt?"

,,Ich sagte, ich würde sie einfrieren."

Er beugte sich zu mir runter.

,,Was würde es dir nützen? Du kannst hier in den Gängen nicht raus bzw. in den Kerkern."

Sein Atem strich über meine Wange.
Ich spürte wie meine Wangen blau wurden.
Musste Herr Volturi auch so nah vor mir stehen?
Unwillkürlich zog ich seinen Duft ein.
Er roch nach Honig, Pfirsich und Jasmin.
Und nach Mann.
Mist, was dachte ich da.

,,Na, hat es dir die Sprache verschlagen?", hauchte er.

Er hob einen Finger und drückte mein Kinn nach oben.
Ich schlug die Augen nieder.

,,Ich....", Verdammt, jetzt fing ich an zustottern!

Glücklicherweise kam Jane gerade hereingestürmt.

,,Sag mal Alec.....Oh, ich störe."

Mit einem Grinsen verabschiedete sie sich und ging.

,,Herr...."

,,Weißt du was? Nenn mich Alec, ohne Herr. Das macht mich wahnsinnig.", unterbrach er mich.

Ich sah ihn überrascht an.

,,Aber....", schnell unterbrach ich mich.

,,Was?"

,,Das darf ich doch nicht!"

Zwischen unseren Gesichtern fehlten nur noch wenige Zentimeter.

,,Ich bin doch dein Herr?"
Scheiße!
,,Ja Herr, das seid Ihr."

Ich wollte den Kopf senken, aber mein Herr hielt ihn nach oben gedrückt.

,,Dann hast du auch meine Befehle auszuführen."

Ich kaute an meiner Unterlippe, sagte ich jetzt was vorlautes oder bestätigt ich.
Ich schlug die Augen nieder.

,,Ja....Alec."

Den Rest des Satzes hauchte ich mehr.
Jetzt nahm er die Hand von meinem Kinn.

,,Komm her.", kam es vom Bett.

Würde ich mich jemals dran gewöhnen, dass er mir immer einen Schritt voraus war?
Ich setzte mich neben....Alec.

,,Das ist ungewohnt oder?"

,,Ja H.....Alec."
schnell unterbrach ich mich.
Bitte lass ihn das nicht gehört haben.
Nicht die Peitsche!

,,Gibt es einen besonderen Grund weswegen du mich so ansiehst?", erkundigte sich Alec, mit sanfter Stimme.

Vor Schreck wurde ich blau.
Ich hatte ihm die ganze Zeit ihns Gesicht gesehen.

-----$-----Flashback-----$-----

Ich war 9 und wollte es nicht einsehen.
Warum durfte ich nicht mit anderen Kindern spielen?
Warum musste ich arbeiten?

,,Ich will aber nicht mehr arbeiten!"

Trotzig sah ich meinem Vater ins Gesicht.

,,Das wirst du bleiben lassen, sonst.....," er machte eine Kunstpause,
,,kannst du dich auf die Peitsche gefasst machen."

-----$-----Flashbackende-----$-----

,,Feli?"

Ich zuckte zusammen, nein bitte nicht die Peitsche!

,,Feli!"

Schnell sprang ich auf.
Wo konnte ich mich nur verstecken?
Ich wimmerte.
Ich wollte nicht auf die Streckbank.
Ich verkroch mich zwischen Bett und Wand.

Alec Pov.
Plötzlich fing sie an zu wimmern und immer stieß sie Wortfetzen aus.

,,Nein....bitte nicht....Peitsche."

Ich war mehr als schockiert was dieser Mann Feli angetan hatte.
So traumatisiert gelang es noch nicht mal einen Vampir.

,,Feli?"

Außer einem zusammenzucken, keine Reaktion.
Wieder nur: bitte nicht und Peitsche.

,,Feli!"

Sie sollte wenigstens antworten.
Doch so erreichte ich nicht mein Ziel, eher das Gegenteil.
Sie sprang vom Sofa auf und sah sich panisch um.
Ich seuftze und raufte mir die Haare.
Was zum Teufel sollte ich tun?
Letzendlich kroch sie in die Ecke zwischen Bett und Wand.
Super.
Schnell schnappte ich mir ein Blatt Papier und einen Stift.
Nachdem ich den Brief gefaltet und Feli´s Namen drauf geschrieben hatte, ging ich mit einem letzten Blick auf Feli, über den Flur zu Jane´s Zimmer.
Schnell sagte ich ihr, das ich jagen ginge und ob sie nicht so lange auf Feli aufpassen könne.
Sie sagte zwar zu, sagte aber auch das sie in einer dreiviertel Stunde Dienst hätte.
Ich nickte, bis dahin war ich hoffentlich wieder da.
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Kap. 6
Nachricht

Alec Pov.

Ich musste einfach weg. Die Sache mit Feli überforderte mich. Warum war ich jedesmal gefangen von ihr? Von ihren Augen? Sie waren so blau wie Eiskristalle. Genau so faszinierend. Jedesmal konnte ich wieder was anderes, etwas neues, in ihnen entdecken. Was war mit ihr passiert, dass sie solche Panikattacken bekam? Ich hoffte sie beruhigte sich etwas und liest den Brief. Jane wird eh nicht zu ihr reingehen. Für sie bedeutete aufpassen, dass Feli nicht aus ihrem Zimmer abhaute, obwohl es abgeschlossen war oder sich umzubringen.

Feli Pov.

Ich hockte hier in meiner Ecke und hatte Panik, welche Strafe ich jetzt bekommen würde. Oh Gott wie konnte ich nur? Wie bin ich in diese Situation geraten? Warum hatte ich nicht gemerkt, dass ich meinen Herrn anstarrte?
Irgendwann beruhigte ich mich allmählich. Es war zimlich Still im Zimmer. War das hier immer so? Keine Tiergeräusche?
Keine Menschengeräusche? Nein, hier lag eine Stille, wie es sie selten gab. Ich schaute mich vorsichtig um und entdeckte auf einer Kommode einen Brief, auf dem mein Name stand. Wer würde mir schon einen Schreiben? Ich ging hin und nahm ihn in die Hand.

Hey Feli,
ich hoffe du hast dich wieder beruhigt. Ich bin jagen und habe Jane bescheit gesagt. Wenn irgendetwas sein sollte, kannst du zu ihr gehen, du musst nur ihren Namen rufen.
Ich denke wir beide, sollten nochmal ein Gespräch fürhen, denn wenn du solche Aussetzer hast, kann ich dir, ohne den Grund zu kennen, nicht helfen.
Bis später
Alec
 
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