DerkleinePunkt
  Kapitel 3 und 4
 
Kap.3                                Verhandlungen und Überraschungen

Alec Pov.

Das einzige was ich bräuchte wäre eine Gefährtin, doch eine Dienerin tat es erstmal auch. Das war die Meinung von Aro. Ich soll mal wieder aus mir raus kommen und mich nicht verkriechen.
Ich seufzte.
Manchmal nervte Aro mehr als eine besorgte Mutter. Da Aro sehr besorgt war, um ein Mädchen, dass altmodisch von ihrem Vater erzogen worden war, denn das Kind sollte angeblich auch zum Verkauf stehen. Auch wenn wir nicht mehr im 17. Jahrhundert lebten, so wusste ich doch, dass das etwas seltsam war.
Ich würde mich einfach erkundigen.
Als ich klingelte hörte ich das Geräusch näher kommender Schritte. Das merkwürdige war, dass die näherkommende Person fast ausschließlich nach Schnee und Eis roch und nicht nach Blut.
Seltsam.
Dann wurde die Tür geöffnet und mir gegenüber stand ein hübsches Mädchen. Sogar für Vampirverhältnisse war sie wunderschön. Und sie war es auch, die so komisch roch.
War sie das Mädchen, dass als Sklavin erzogen wurde?, fragte ich mich. Für einen kurzen Augenblick wurde ihr Ausdruck in ihren Augen misstrauisch.

,,Hallo, was kann ich für sie tun?", fragte sie und lächelte.

Sie hatte eine schöne Stimme, auch wenn man nur Freundlich-und Höflichkeit heraushören konnte. Sowohl aus ihrer Haltung, als auch aus ihrem Gesichtsausdruck sprach totale Selbstsicherheit. Als wenn sie sagen wolle, ´Ohne meine Erlaubnis, kommt hier niemand rein.´,
ich lächelte  zurück und antwortete.
,,Hallo, wo finde ich denn Marco Favelli?"

Sofort schien sie zuverstehen, was ich hier wollte.
Woher nur?, wunderte ich mich. Sie winkte mich herein und führte mich ins, wie ich annahm, Wohnzimmer. Ein Mann saß auf einem schwarzem Sofa und laß eine Zeitung. Rechts konnte man durch eine Glaswand, raus auf den gepflegten Garten schauen.
Auf dem Weg ins Wohnzimmer sah ich, wie das Mädchen alle Selbstsicherheit verlor. Ihre Schultern sanken, ihr Blick war nach unten gerichtet, die Hände vorne gefaltet. Ich hörte wie sie leise sagte.

,,Herr Favelli, Sie haben Besuch."

Das sollte also ihr Vater sein?, fragte ich mich.
Anscheinend war die Selbstsicherheit nur gespielt gewesen.

,,Hallo Mr. Favelli, ich bin Alec Volturi.", stellte ich mich vor.

,,Ah, Mr. Volturi, schön Sie kennen zu lernen."

Von wegen. Nicht von meiner Seite.

,,Möchten Sie etwas zu trinken?", fragte Mr. Favelli und schüttelte mir die Hand, wobei er nicht zu bemerken schien, wie hart und kalt ich war.

Ich mochte diesen Mann vom ersten Augenblick an nicht. Er hatte eine total schmierige Stimme und gelackte Art.
Ich antwortete dennoch höflich.

,,Nein, danke."

Doch, am besten dich, dachte ich mir.
Mr. Favelli nickte.

,,Feli, du kannst gehen."

Feli nickte und ging nach oben.
Mr. Favelli zeigte auf einen Sessel.

,,Setzen Sie sich doch."

Für Vampire war das Stehen an sich okay, doch ich wusste das Menschen lieber saßen. Nach einer Minute, in der mich Favelli musterte, kam er direkt zum Grund meines Besuches.

,,Was kann ich für Sie tun?"

,,Ich hörte Sie hätten ein ... Mädchen zu verkaufen?", erkundigte ich mich vorsichtig.

Die Information konnte ja auch nicht stimmen.
In Favellis Augen kam ein neugieriger Glanz.

,,Ganz genau. Aber seid Ihr nicht noch ein bisschen jung, für eine Dienerin?"

Ich verzog keine Miene. Sowas geht ja auch keinen Menschen etwas an.

,,Sie ist nicht für mich, sondern für meinen Chef.", log ich.

,,Dürfte ich erfahren was für Aufgaben sie haben wird?"

,,Kochen, putzen." Wieder gelogen.

,,Warum brauchen Sie sie nur für zwei Dinge?"
Man konnte richtig sehen, das er einen Satz noch runtergewürgt hatte. >Die schaffen Sie doch selber?<

,,Nun, wir wohnen in einem Schloss und das ist für 5 Personen ein bisschen viel. Da diese auch noch andere Aufgaben haben."

Ich konnte erzählen, lügen, was ich wollte, dieser Mensch würde uns eh nicht besuchen kommen können.

,,Ok. Wie viel wären Sie denn bereit zu bezahlen?", fragte der Mistkerl und hatte dabei wieder diesen gierigen Glanz in seinen Augen.

,,500€."

Ich würde nicht verhandeln. Denn selbst dieser Preis lag 200€ über dem Durchschnitt. Für eine gute ´Dienerin´ musste man früher 300 Taler ausgeben, aber auch nur wenn man den Stammbaum wusste, sich die Dienerin gut verhielt und sie auch einigermaßen hübsch war.
Man konnte förmlich sehen, wie Favelli überlegte, ob er mehr fordern wollte.
Schließlich seuftze er ganz leise. Ein Mensch hätte ihn nicht gehört.

,,Ok, 500€", ließ er verlauten.

Ich lächelte ihn höflich an und gab ihm die Hand.
Favelli entschuldigte sich kurz und ich hörte mich ein bisschen um. Die Nachbarin hatte gerade Radio an. Es kamen gerade die Nachrichten, da es schon 13 Uhr war. Allerdings höre ich da nur mit halben Ohr hin. Meistens kam eh nichts Wichtiges. Favelli war gerade in seinem Arbeitszimmer und suchte irgendwas, wahrscheinlich den Vertrag oder so.
Von Feli ... hörte man so gut wie gar nichts.
Auf einmal hörte ich was in den Nachrichten.

Entführungsserie?
Die Polizei steht vor einem Rätsel,
in Rom sind seit vier Tagen
7 Personen verschwunden.
In manchen Ortsteilen gab
es einige Massenkarambolagen.
Die Opfer waren zwischen
19 und 25 Jahre alt und
und sind zwischen ca. 18 Uhr
bis 23 Uhr verschwunden.
Bisher gibt es leider keinerlei
Hinweise darauf, ob es sich um
einen Serienmörder handelt.
Anzunehmen ist jedoch, dass es
noch zu weiteren Entführungen kommt.
Wir können nur hoffen, dass die
betroffenen Familien ihre
Angehörigen wieder  lebend
zurück bekommen.

Und jetzt geht es weiter mit dem Wetter...


Mir war sofort klar, dass das Neugeborene sein müssen. Ich rief sofort meine Schwester an. Ich hatte zwar zwei Handys, doch leider war auf meinem jetzigen Handy nicht Aro´s Nummer drauf, sonst hätte ich ihn selber angerufen. Ich hielt den Anruf so kurz wie möglich. Dann kam auch schon
Mr. - Mistkerl – Favelli zurück.

Wie ich gedacht hatte, hatte er einen Vertrag/Verkaufsbogen in der Hand.
Ich las ihn mir genau durch und fand ihn schon etwas seltsam. Z.B. Gab es da einen Punkt der besagte:
Damit sie (Feliana) Ihnen gehorcht und gehört, müssen Sie ihr zwei Ohrfeigen geben. Wenn Sie sie nur maßregeln oder bestrafen wollen, darf es nur bei einer Ohrfeigebleiben, sonst denkt sie, dass sie weitergegeben wird.
Als ich ihn unterschrieben hatte, sagte Favelli noch:,,Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie es jetzt tun."
Pff, als wenn ich seine Erlaubnis bräuchte, ich hätte so oder so gefragt.

,,Was muss bzw. kann ich tun, damit sie mir nicht weggenommen wird? Denn soweit ich das verstanden habe, kann jeder ihr ein paar Ohrfeigen geben."

Die Frage war berechtigt, sobald alle im Schloss wussten, dass man Feli mit Ohrfeigen gefügig machen konnte, wird es jeder, inbesondere Demitri oder Falco, versuchen. Das musste ich irgendwie verhindern.

,,Naja, also ...," fing Wingler an, ,,Damit sie bei Ihnen bleibt und andere sie nicht bekommen, genügt eigentlich in Kuss, aber ...," und hiermachte er eine kleine Kunstpause, ,,Sie muss  auf den Mund geküsst werden."

Er grinste hämisch. Na toll. Aber egal, was ich tun muss, Feli gehörte mir und das nicht nur wegen dem Vertrag. Hä? Was dachte ich da? Ich sollte schnell zurück ins Schloss und derartige Gedanken sein lassen.

Allgemeine Pov.

Auf dem Weg zurück ins Schloss sagte keiner ein Wort. Wie denn auch.
Alec hatte keine Lust und wusste zudem auch nicht, über welches Thema er hätte reden sollen.
Und Feli?
Ja Feli, hing nur ihren Gedanken nach und wusste nicht ob sie, die Dienerin/Sklavin oder was auch immer sie für ihn war, überhaupt reden durfte.

Alec Pov.

Ich hatte den Wagen in der Garage abgestellt. Eigentlich hätte ich es mir gleich denken können, dass Demitri oder Falco es nicht lassen konnten, mich zuärgern.
Wir verließen die Garage und gingen einen Flur entlang. Aro hatte mir gesagt, ich soll wenn ich sie abgeholt hatte, sofort zur Großen Halle kommen. Jetzt wo wir nur noch den Empfangsflur und den Flur in dem wir standen, zwischen der Zukunft hatten, wurde mir mulmig  zumute. Ich blieb stehen und drehte mich um. Entweder war Feli sehr aufmerksam oder ihr war es so beigebracht worden. Ich wusste das es selbst für Menschen hier unten kalt war. Aber Feli zeigte keinerlei Anzeichen dafür, dass es hier kalt war. Und das obwohl sie nur ein langes dunkelgrünes Top, eine dunkelblaue Strickjacke, eine schwarze Röhrenjeans und schwarze Ballerinas anhatte.

,,Ist dir nicht kalt?"

Sie schüttelte den Kopf. Dadurch stieg mir ihr Geruch in die Nase, es roch nach Eis, Salz, Schnee und Rosmarin.

,,Wenn du irgendwelche Fragen hast die du jetzt los werden möchtest, stellst du sie bitte auch jetzt."

Durch das ´bitte´wurde der Befehl abgemildert.

,,Wir haben aber danach auch noch Zeit."

,,Nein Herr," flüsterte sie, ,,ich habe jetzt keine Fragen."

Ich war überrascht, durch die Situation hätte ich jetzt gedacht, dass sie mich anschreit oder panisch Fragen stellt.
Ich wollte mich gerade umdrehen, da fiel mir noch etwas ein.

,,Ach ja, du nennt Meister Marcus, Meister Aro und Meister Caius, ebenfalls Meister, verstanden?"

Sie nickte. Ich war gerade mal 20 schritte gegangen, als ich hinter mir ein Geräusch hörte. Ich fuhr herum. Feli wurde von Falco an die Wand gedrückt.
Doch anstatt irgendwas zusagen oder zuschreien, blickte sie nur nach unten.
War sie einfach nur dumm oder vertraute sie mir.

,,Falco, was soll das werden?", verlangte ich von dem Griechen eine Erklärung.

,,Ach, halt´s Maul,  Alec. Bevor du sie bekommst, will ich mich erst mit ihr vergnügen."

Dabei sa er mich nicht an, sondern beobachtete die ganze Zeit Feli. Ihre Hände waren gefaltet und sie schaute niemanden an. Es schien so als ob sie wirklich darauf vertraute, dass ich ihr helfen würde. Der Satz von Falco war zuviel. Feli gehörte mir und niemand vergriff sich an ihr!
Ich riss ihn von Feli weg, ohne es auch nur zu bemerken. Als ich hörte das er sehr weit hinten auf dem Boden krachte, vergewisserte ich mich, das ihr nichts geschehen war. Tatsächlich sah es so aus, als wenn sie noch nichtmal den kleinsten Schock hätte. Ich schluckte meine Frage runter.
Je näher wir der Halle kamen, desto nervöser wurde ich. Ich wusste das die gesamte Wache anwesend war. Und das die Leichen vom Mittagessen noch da lagen. Meine Kehle brannte mehr als schlimm, deshalb konzentriete ich mich lieber auf Feli´s Geruch.
Kein Blut, nur Eis und doch floss es durch ihre Adern, als wenn es Blut wäre. Verwirrend, aber beruhigend.
Durch ihren Geruch vergesse ich, dass ich eigentlich durstig war. Gefährlich durstig. Ihre Nähe entspannte mich einfach, dass ich vergesse vorsichtig zu sein.
Ich hielt den Atem an und stieß die Türen auf.
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Kap.4
                                        Der Saal und innere Angelegenheiten

Feli Pov.

Die Geschichte wurde immer unglaubwürdiger.
Da mein Vater sehr abergläubisch gewesen war, wurde ich auch so erzogen.
Daher war es nicht schwer gewesen Herr Volturi, als einen Vampir zuerkennen.
Ich ahnte das er gelogen hatte mit dem Kochen. Vampire aßen nicht.
Er hatte gesagt, dass ich zu seinen Meistern auch Meister sagen soll.
Was hieß, dass dieses Schloss oder was immer es war, fast ausschließlich von Vampiren bewohnt wurde.

Der Saal, anders war der Raum nicht zu beschreiben, war riesig. Und voller Vampire.
Die Leichen übersah ich mal. Wir kamen wohl gerade nach dem ... Mittagessen?
Die Zeit war schnell vorüber gegangen.
Ich hörte leise Schritte, die auf uns zuhielten
Nach dem Geräusch zuurteilen stand vor uns ein ... Vampir.
Wahrscheinlich einer der Meister.

,,Ah Alec. Schön dich wieder zusehen."
Von Herr Volturi kam keine Antwort. Zumindest keine Mündliche.

,,Du erlaubst?", erklang plötzlich die selbe Stimme vor uns.

Ich hatte keine Ahnung was sie da machten, allerdings interessierte es mich nicht so viel, als das ich meinen Kopf zu heben vermochte.

,,Schön, schön. Für alle die es noch nicht wussten, dieses Mädchen gehört Alec. Und sie darf innnerhalb der nächsten 2 Tage, von jetzt an, von keinem Angerührt werden. Verstanden?"

Allgemeines gemurmel und getuschel setzte ein.
Leise murmelte ich in mich hinein.

,,Da hat sich einer ja schon nicht dran gehalten."

Selbst für Vampire war so leise gesprochen, das sie es eigentlich gar nicht hätte, hören dürfen. Allerdings standen diese beiden dicht in meiner Nähe.

,,Hast du was gesagt?"

Der ganze Saal war schlagartig leise geworden. Wahrscheinlich dachten manche ich hätte Meister Aro beleidigt.
An meiner Haltung, als auch an meiner Stimme oder Tonlage, änderte ich nichts. Ich überlegte rasch im Kopf.
Herr Volturi hatte mir gesagt, dass Meister Marcus links säße und Meister Caius rechts. Also musste der vor uns ... Meister Aro sein.

,,Ich hatte gesagt:´Da hat sich einer ja schon nicht dran gehalten.´Meister Aro."

Meister Aro hatte wohl fragend zu meinem Herrn geschaut, denn der sagte:
,,Nein, Meister. Ich bin nicht gemeint."

Wobei er die Zähne zusammen biss.

,,Wer dann?"

Da von Herrn Volturi keine Antwort kam antwortete ich, wobei ich mir am liebsten gleich auf die Zunge gebissen hätte.
Ich wusste ja immer noch nicht, ob ich sprechen durfte.
War ich jetzt Herr Volturi´s Rede instrument geworden oder was?

,,Falco"

Jane Pov.

Als mein Bruder mit dem Mädchen reinkam, dachte ich erst, was soll dieses Mädchen bei uns. Hatte Alec sein Auftrag-Mädchen etwa getötet und bringt jetzt ein Highschool-Mädchen mit?
Aber schon als sie reinkamen, benahm sie sich schon komisch.
Sie lief hinter Alec und obwohl er sie nicht festhielt, blieb sie bei ihm, anstatt wegzulaufen. Sie blieb die ganze Zeit hinter ihm, mit gesenkten Kopf und gefalteten Händen. Sie schien, aber alles Wahrzunehmen, jedoch ohne es zusehen.
Anders gesagt die benahm sich, wie eine Sklavin aus meiner und Alec´s Zeit.
Als Aro sagte das wir sie 2 Tage nicht anrühren dürften, war das eigentlich selbstverständlich. Beinahe hätte ich, ´Was sollte ICH ihr denn tun, Herr?´, gefragt. Alec sah mich bittend an. Er wollte das ich notfalls half.
Was auch die Bestrafung, für Aro´s Verbot, mit Einschloss.
Ich nickte und deutete ein Lächeln an.
Er grinste und wirkte ganz locker. Wie hält er das nur aus?
Alec war 2 Tage auf eigener Mission gewesen, war kurz duschen und umziehen
gegangen und hatte dann das Mädchen abgeholt.
Hier lagen die Leichen vom Mittagessen noch rum. Ich meine Respekt, sie kreischt nicht, genau genommen gab es gar keine Reaktion von ihr.
Aber Alec? Er hatte seit 2 Tagen, ach was 2 einhalb Tagen, nichts mehr getrunken und steht völlig entspannt neben einem Menschen.
Wie machte er das?

Aro Pov.

Ich war schon gespannt gewesen, wie dieses Mädchen war. Aber das sie so demütig war, hätte ich nicht gedacht. Da hatte der Vater ja ´ne tolle Leistung hinbekommen.
Nur was machte ich jetzt mit Falco.
Wenn Alec dabei gewesen war, dann hätte ich das sehen müssen.

,,Hat Falco was zu euch gesagt?"

,,Er sagte:,, Ach, halt´s Maul, Alec."

Alle im Raum murmelten empört. Kein Wunder. Alec hatte man nicht zu beleidigen, sondern zu Respektieren. Und normalerweise wagte es auch  niemand.
Jane wollte was sagen, aber ich unterbrach sie mit einer Handbewegung.

,,Erzähl weiter."

,,Ich glaube seine Worte waren:,, Bevor du sie bekommst will ich mich erst mit ihr vergnügen.´´
Herr Volturi hattte ihn den Flur entlang geworfen.

Jetzt waren alle verwirrt. Auch ich. Falco galt als umgänglich, aber das was ich von ihm zuhören bekommen hatte, gefiel mir gar nicht.
Aber neugierig bin schon geworden: Woher kann sie sich das alles merken? Sie ist definitiv kein Vampir.

,,Gab es schon mal so ähnliche Vorfälle?"

Stille.
Eine Frau aus der unteren Wache, trat vor und lief auf mich zu. Nachdem sie mir ihre Erinnerungen gezeigt hatte, nickte ich ihr zu und sie ging wieder auf ihren Platz.

,,Ok, damit hätten wir, eine Beleidigung der hohen Wache, eine perverse Drohung an Alec´s ... Mädchen, "
Woher soll ich wissen, was sie für ihn war?

,,Und eine Vergewaltigung."
Für einen kurzen Augenblick war es still, dann trat Demitri vor.

,,Warum eine Vergewaltigung?"

,,Weil er eine Aus der unteren Wache vergewaltigt hat."

Demitri´s Blick wanderte zu Serina, die Frau, die mir ihre Erinnerungen gezeigt hatte. Als Marcus aufstand und auf mich zukam, schauten alle anderen
zwischen Demitri und Serina hin und her.
Wenn Marcus aufstand um mir was zuzeigen, bedeutete es meistens, dass es ein Pärchen gab.
Das was Marcus mir zeigen wollte, war aber das Band zwischen Feli und Alec.
Ein breites Liebesband und ein ebenso breites Band der Seelenverwandten.
Da hatten sich zwei gefunden, mal schauen wie es sich noch entwickelt.
Ich bedeutete Marcus, mit einem Kopfnicken zu Demitri und Serina, dass er mir die Verbindung der beiden zeigen sollte.
Zwar war es nicht so breit wie Feli und Alec´s – weil sie sich kaum gesehen hatten bzw. noch nie mit einander geredet hatten.
Ich nickte.

,,Falls irgendjemand Falco über den Weg läuft, möchte ich, dass ihr euch wie immer verhaltet. Falls es anzeichen zur
Flucht oder andere Straftaten gibt, bitte ihn unverzüglich in den Saal hier herholen. Dann dürft ihr jetzt gehen.
Und Alec, du hast übrigens 2 Tage frei."

Er nickte und ging, Feli lief ihm so hinterher. Seltsames Mädchen. Läuft ohne zu Kreischen einem Vampir hinterher.


 
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