DerkleinePunkt
  Kapitel 1, 2 & 3
 
1. Kapitel                         Prolog

Ich wollte dort hin, doch mein Vater würde es mir nicht erlauben.
Ich solle lieber Zuhause bleiben, bei meiner Mutter und lernen wie man einen Haushalt zuführen hätte.
Wie ich es hasste.
Ich wollte zu einer Drachenprüfung.
Es zog mich förmlich dorthin.
Außerdem gab es ein Gesetz, dass alle Kinder von 15 bis 17 Jahren daran teilnehmen sollen.
Ich war 16.
letztes Jahr hatte mein Vater aufgepasst wie ein Schießhund, dass ich da nicht hinging. Dieses mal hatte er mich unter aufsicht einer Dienerin gelassen.
Ich hatte ihr den Tag freigegeben, da sie am Abend heiraten sollte und sonst nicht genügend Zeit hätte.
Also trug ich die alleinige Schuld, dass ich herkommen durfte und nicht die Dienerin.
Mit angespannten Körper und einem prickeln in den Händen stellte ich mich in die Reihe.
Einer der Reiter die immer da waren kam mit einer Pergamentrolle auf mich zu.
Seine Aufgabe war es abzuhaken wer gekommen war und diejenigen wieder weg zuschicken die nichts in der reihe zusuchen hatten.

,,Du, wie heißt du?"

,,Elizabeth Tell."

,,Gut, gefunden. Warum kommst du erst jetzt? 5 minuten später und die Prüfung wäre zuende gewesen."

Ich senkte den Kopf.

,,Ich weiß, aber mein Vater wollte mich nicht lassen. Er hat es letztes Jahr schon verhindert."

Mehr Erklärungen brauchte der Mann, augenscheinlich nicht.

,,Na, dann geh mal."

Ich hatte gar nicht gemerkt, dass während unseres Gespräches die Schlange sich vor aufgelöst hatte.
Ich ging auf den Tisch zu.
Mich faszinierte vor allem ein weißes Ei mit goldenen Adern.
Der Mann am Tisch fragte mich für welches Ei, ich mich entscheiden würde.

,,Das weiße mit den goldenen Adern."

Ganz kurz blitzte es in den Augen des anderen Drachenreiters auf.

,,Na, dann berühr es."

Ich streckte zaghaft meine Hand aus.
In dem Moment wo meine ganze Hand auf dem Ei lag, wurde ich herum gerissen und vor mir stand ...
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2.Kapitel                                 Ein Arm und der Tod des Vaters

Mein Vater.
Seine wütenden Augen starrten mich an.

,,Wie konntest du es wagen, dich über mein Verbot hinweg zusetzen!"

Hinter mir räusperte sich der Drachenreiter und ich drehte mich wieder um.
Aus dem Ei, dass ich berührt hatte, war ein Drachenjunges geschlüpft.
Komplett weiß und mit goldenen Zacken.
Ich lächelte den Drachenreiter an und er erwiederte es.

,,Das ist dein Drache.", flüsterte er mir zu.

Flüsterte? Ja mein zorniger Vater stand ja noch hinter mir.
Ich nahm den Drachen auf meinen Arm und bekam prompt einen Stromschlag.
Auf meiner Hand war die Gedway Ignasia erschienen.
Es kuschelte sich sofort an meine linke Schulter.

,,Achtung!", flüsterte der Reiter vor mir und schon wurde ich wieder von meinem Vater rumgedreht.

Als die Menge zujubeln begann sah ich meine Mutter.
Das Lächeln stand noch in ihren Augen, aber ihr Gesichtsausdruck zeugte von Angst und Erschrecken.
Was hatte mein Vater ihr nur Angetan, dass sie so dermaßen Angst vor ihm hatte?
Als mein Vater den Drachen sah, wude er erst blass und stolperte  2 Schritte zurück, dann wurde er rot und zog sein Schwert.
Das alles ging so schnell, dass ich nur Zeit hatte den Drachen auf meine rechte Schulter zunehmen und eine halbe drehung zuvollführen.
Statt, wie von meinem Vater beabsichtig, den Kopf meines Drachens zutreffen, traf er meine Schulter.
Da wo der Arm anfing und die Schulter endete.
Erschrocken wollte ich im ersten Moment meinen Drachen an mich drücken, merkte aber schnell, dass mir das nur mit dem rechtem Arm gelang.
Mein linker ... lag in einem der Feuerhaufen, die um den Tisch standen.
In der Absicht meinen Drachen zuköpfen, hatte mein Vater mir den Arm abgehakt.
Der Schockmoment wehrte nur einen Moment. Dann fasste ich mich und versuchte allein da durch, dass ich meine Hand auf die Wunde presste sie zuheilen.
Ich spürte nur das sich die Wunde schloss.
Es herrschte eine erschrockene Stille.
Dann rannte meine Muttr zu mir.
Das ich jetzt einen Drachen im Arm hatte schien sie nicht weiter zu stören.
Bei mir angekommen fragte sie leise den Drachen.

,,Darf ich meine Tochter in den Arm nehmen?"

Das Drachenbaby quickte.
Ich lächelte meine Mutter an.

,,Das war ein Ja."

Dann umarmte mich meine Mutter.
Was ich ja leider nicht erwiedern konnte.

,,Übrigens solltest du wissen, dass dein Vater ..."

Ich unterbrach sie und sagte laut und deutlich:

,,Er ist nicht mehr mein Vater.
Mein Vater ist letztes Jahr gestorben."
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3.Kapitel                                       Ein Name und Erklärungen

Ich drehte mich um und sah gerade noch die Klinge auf mich zurasen.
Blitzschnell schob ich meinen Drachen auf meine linke Schulter – oder das was davon übrig war – und zog mein Schwert das ich mir vor 6 Jahren heimlich gekauft hatte.
Und parierte.
Ich war zwar erschrocken, aber versuchte es nicht zu zeigen.
Ich hörte meine Mutter hinter mir wimmern.

,,Ich glaube es ist besser, wenn Sie jetzt gehen."

,,Aber sie ist meine Tochter! Ich ..."

Der Drachenreiter unterbrach ihn.

,,Sie hat doch klar gestellt, dass sie Sie nicht wiedersehen will. Gehen Sie jetzt!"

Mein ... Erzeuger sah entsetzt zu uns und ließ seine Schultern sinken.

,,Viel Glück. Und lass dich nicht klein machen!"

Meine Mutter sah mich traurig an.
Der Reiter war zu uns gekommen.
Die Menge hatte sich aufgelöst und ER war auch gegangen.

,,Kann meine Mutter nicht auch mitkommen? Sie käme doch bestimmt im Dorf unter."

,,Aber ihre Mutter ist doch verheiratet, da muss sie doch bei ihrem Mann bleiben."

,,Nein, meine Mutter hat nie geheiratet. Sie kann hin wo sie will."

,,Dann soll es so sein."

Da die Prüfung zu ende war, machten sich die beiden Reiter daran, die restlichen 4 Eier zuverstauen.
Der eine bot an meine Mutter mitzunehmen, auf dem anderen sollten ich und mein Drache mitfliegen.

Als wir ein Stück geflogen waren meinte der Reiter:
,,Du solltest dir einen Namen aussuchen."

Ich überlegte.
Obwohl die beiden großen Drachen nicht verglichen werden konnten, vor allem nicht mit einem Jungtier, war es etwas schwierig das Geschelcht zu bestimmen.
Mmm ... Vilénia, Fiona, Mirona. Oder auch Searia?
Nein, das letzte konnte ich streichen.
Ich musste doch während des Fluges eingeschlafen sein.
Es war für mich immer noch unglaubwürdig, ein Drachenreiter zusein bzw. dass in meiner Nähe zwei Drachenreiter waren.
Der auf dem meine Mutter saß, war gelb mit weiß – goldenen Zacken.
Mein ... Reitdrache war Türkis.
Wobei die Schuppen um sein Maul blauer waren und die Zacken grüner.
Eigentlich müsste ich ja Angst haben oder erschrocken sein oder ... ach einfach irgendeine abweisende Reaktion zeigen!
Doch Fehlanzeige.
Irgendwie freute ich mich auf das Training und auf das Leben als Drachenreiter.
Für außenstehende sah ich eher aus wie ein 10 – jähriges Mädchen, wohlgemerkt mit spitzenohren, die jedoch von meinem Haarband verdeckt wurden.
Die Mutter meiner Mutter, also meine Oma, war eine Elfe.
Mein Opa ein Mensch.
Also war meine Mutter eine Halbelfe, sie sah aber eher aus wie ein Mensch.
Längst nicht so spitze Ohren, wie ich und auch ihre Augenbrauen waren nicht V – förmig.
Hieß also, ich war nicht nur zum Viertel Elfe, sondern ich sah aus wie eine richtige Elfe.
Komischerweise oder glücklicherweise (An: bei dem Vater ), wie man´s sieht, hatte ich denn kompletten Elfenteil abbekommen.
Allerdings wüsste ich nicht, was daran ungewöhnlich sein sollte.
Ich meine gut ich hatte hellbraune Haare, goldene Augen und konnte sehr gut mit Schwertern und Pfeil und Bogen umgehen.
Also alles normal (An: Ah ja, goldene Augen sind normal. ).
Mittlerweile bekam ich Hunger, wollte aber nichts sagen.
Als ich spürte das mein Drache wach war und Hunger hatte, durchsuchte ich meine Manteltasche nach etwas Fleisch.
Mehr als zwei Hand voll war es zwar nicht, aber mein Drache war trotzdem zufrieden.
Schlißlich fragte ich doch.

,,Wie lange fliegen wir noch?"

,,Na, wird da jemand ungeduldig?"

Ich schwieg.
Warum mussten alle immer meine Fragen falsch verstehen?
Es war eine einfache Frage gewesen.

,,Aber ich will mal nicht so sein.
Am Abend werden wir ankommen."

,,Danke."

Gedanken verloren spielte ich mit meiner Kette, die ich von meiner besten Freundin bekommen hatte. Sie war eine Elfe und Lehrling in einer Schmiede und hatte sie mir, als ich 10 wurde geschenkt.

,,Die hatte ich im Wald gefunden. Nimm du sie."

Das Band und der Verschluss so wie die Fassung war aus Gold.
Der Anhänger war ein Kreis wo auf der vorderseite eine Flamme drauf war.
Die Flamme war gold und der Hintergrund war Feuerrot.
Die Rückseite war in drei Teile aufgeteilt.
Oben war eine weiße Taube auf hellblauem Hintergrund.
Rechts war eine dunkelblaue Welle auf blau - grünem Hintergrund.
Und links war ein Baum auf dunkelgrünem Hintergrund.
Sie stellte also die Elemente (Feuer, Luft, Wasser und Erde) da.
Als es Abend wurde, konnte man schon die Insel Vroengard sehen.
Das war dann wohl das Hauptquartier sozusagen.
Als wir drüber flogen, stupste mein Drache mich im Geiste an.

,,Hast du dich schon für einen Namen entschiden?"

Hatte ich mich erschrocken.
Mein Drache grinste.

,,Wie wäre es mit Vilénia?"
 
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